Immer mehr Menschen suchen nach Orten, an denen sie zur Ruhe kommen, sich austauschen oder sich persönlich weiterentwickeln können. Orte, an denen sie einfach Mensch sein dürfen – ohne funktionieren zu müssen.

Und gleichzeitig zeigt sich gerade sehr deutlich, wie fragil der Zugang zu Unterstützung ist. Aktuell wird beispielsweise über Kürzungen der Honorare für Psychotherapeut:innen diskutiert – mit direkten Auswirkungen auf die Versorgungssituation.
[https://aktionsbuendnis-psychotherapie.info/]

Was sich darin zeigt, geht über einzelne Berufsgruppen hinaus:
Zugang zu Unterstützung ist keine Selbstverständlichkeit.

Ein Ort für Begegnung und mentale Gesundheit in Esslingen

Mit dem menschen:raum ist in Esslingen ein Ort entstanden, an dem genau das möglich sein soll: Begegnung, Austausch und persönliche Entwicklung.

Hier kommen Menschen aus unterschiedlichen Gründen zusammen. Manche besuchen einen Yoga-Kurs oder einen Workshop, andere suchen Orientierung oder Unterstützung in herausfordernden Lebensphasen. Wieder andere kommen einfach, um sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen.

Der menschen:raum ist dabei kein klassisches Yogastudio, kein reines Gesundheitszentrum und auch kein Coworking Space. Er ist ein Ort, der unterschiedliche Lebensrealitäten zusammenbringt – und davon lebt, dass Menschen sich begegnen.

Was wir täglich beobachten

In unserer täglichen Arbeit sehen wir, wie groß der Bedarf an solchen Räumen für mentale Gesundheit ist.

Viele Menschen kommen, weil sie spüren, dass sie etwas verändern müssen. Weil sie erschöpft sind, sich weiterentwickeln möchten oder sich wieder mehr mit sich selbst verbinden wollen.

Und gleichzeitig hören wir immer wieder Sätze wie:

„Ich würde so gerne teilnehmen – aber ich kann es mir gerade nicht leisten.“

Diese Erfahrung ist kein Einzelfall. Sie zeigt sich auch in Daten:
Psychische Gesundheit ist nicht unabhängig von Lebensrealitäten. Menschen mit geringeren Ressourcen sind deutlich häufiger von niedrigem psychischen Wohlbefinden betroffen als Menschen mit stabileren Bedingungen.
[https://www.gbe.rki.de/DE/Themen/Gesundheitszustand/SubjektiveGesundheit/Wohlbefinden/PsychischesWohlbefinden/PsychischesWohlbefinden_node.html?darstellung=0&kennzahl=1&zeit=2024&geschlecht=0&standardisierung=0 ]

Unterstützung wird damit oft genau für die Menschen am schwersten zugänglich, die sie am dringendsten brauchen.

Warum Zugang neu gedacht werden muss

Für uns stellt sich deshalb eine grundlegende Frage:

Wie können wir Zugang zu Unterstützung so gestalten, dass er nicht vom Geldbeutel abhängt?

Diese Frage ist nicht nur individuell, sondern gesellschaftlich. Denn wie wir mit mentaler Gesundheit umgehen, sagt viel darüber aus, wie wir als Gesellschaft funktionieren – und welche Rolle Gemeinschaft dabei spielt.

Auch an anderer Stelle wird genau darüber gesprochen: Welche Bedeutung zivilgesellschaftliches Engagement und gemeinschaftliche Strukturen für eine resiliente Gesellschaft haben.
[https://www.youtube.com/watch?v=d6P8AENIq0g]

Ein solidarisches Modell für mehr Teilhabe

Unsere Antwort darauf ist ein Solidaritätsfonds.

Die Idee ist einfach: Menschen, die mehr geben können, ermöglichen anderen die Teilnahme. So entsteht ein Raum, der von Gemeinschaft getragen wird – nicht von finanziellen Voraussetzungen.

Der Fonds soll es ermöglichen, dass mehr Menschen an Angeboten im menschen:raum teilnehmen können – unabhängig von ihrer aktuellen Lebenssituation oder ihren finanziellen Möglichkeiten.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Kurse oder Workshops.
Es geht darum, Zugang neu zu denken.

Crowdfunding als gemeinsamer Startpunkt

Um diesen Fonds aufzubauen, starten wir eine Crowdfunding-Kampagne.

📅 Start: 25. Mai
📅 Aktuell geplant bis: 21. Juni (eine Verlängerung ist vorgesehen)

👉 Zur Kampagne: https://www.startnext.com/solifond-menschenraum

Unser Ziel ist nicht nur, finanzielle Mittel zu sammeln. Wir möchten auch sichtbar machen, wie groß der Bedarf ist – und dass es möglich ist, gemeinsam neue Wege zu gehen.

Warum das mehr ist als ein Projekt

Für uns ist der Solidaritätsfonds kein einzelnes Vorhaben.

Er ist ein Versuch, eine größere Frage praktisch zu beantworten:

Wie können wir als Gesellschaft Räume schaffen, die tragen – bevor Menschen überlastet sind?
Wie kann Unterstützung zugänglich sein, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten?
Und wie kann Gemeinschaft konkret werden?

Wie du unterstützen kannst

Du kannst die Kampagne auf unterschiedliche Weise unterstützen:

  • finanziell – durch eine Spende
  • sichtbar machen – indem du die Kampagne teilst
  • ideell – durch ein Herz, einen Kommentar oder indem du davon erzählst

Jede Form der Unterstützung trägt dazu bei, dass dieser Ansatz wachsen kann.

Ein Raum entsteht nicht allein

Der menschen:raum ist aus einer einfachen Überzeugung entstanden:

Gesellschaft entsteht nicht allein.
Und auch Veränderung entsteht nur gemeinsam.

Mit dem Solidaritätsfonds gehen wir den nächsten Schritt.