Unser Soli-Fonds.
Worum geht es in dem Projekt?
Der menschen:raum-Fonds ist ein solidarischer Unterstützungstopf für Menschen in Esslingen und Umgebung. Er ermöglicht Teilhabe an Angeboten zur persönlichen Entwicklung, Prävention und Stabilisierung – unabhängig davon, was jemand sich leisten kann. Wer an einem Angebot des menschen:raum teilnehmen möchte, die Gebühr aber ganz oder teilweise nicht aufbringen kann, erhält unkomplizierte, vertrauensbasierte Unterstützung – ohne Einkommensnachweise, ohne komplizierte Antragsverfahren.
Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?
Unser Ziel ist ein Esslingen, in dem persönliche Entwicklung keine Frage des Geldbeutels ist. Der Fonds richtet sich an alle Menschen, die sich Unterstützung, Begleitung oder Weiterentwicklung wünschen – unabhängig von Alter, Lebensmodell oder finanziellem Hintergrund. Mit den gesammelten Mitteln wollen wir möglichst vielen Menschen den Zugang zu Yoga, Begleitung, Coaching und weiteren Angeboten im menschen:raum ermöglichen.
Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?
Weil persönliche Stärkung, Orientierung und neue Perspektiven nicht nur für diejenigen zugänglich sein sollten, die es sich leisten können. Mit deiner Unterstützung trägst du dazu bei, dass echte Teilhabe möglich wird – direkt hier, in unserer Region. Jeder Beitrag fließt vollständig und transparent in die Förderung von Menschen aus Esslingen. Kein Verwaltungsapparat, keine Bürokratie – nur Solidarität, die ankommt.
Was passiert mit dem Geld?
Alle eingehenden Mittel fließen direkt in den menschen:raum-Fonds. Wenn jemand Unterstützung beantragt, wird die Teilnahmegebühr ganz oder teilweise aus dem Fonds übernommen – die Anbieter:innen stellen entsprechend eine reduzierte oder keine Rechnung, die Differenz gleicht der Fonds aus. Der menschen:raum verwaltet die Mittel transparent und berichtet regelmäßig: Wie viele Menschen wurden unterstützt? Welche Angebote wurden genutzt? Wie wurden die Mittel verwendet?
Unterstützt durch:

Vergaberichtlinien
Der Solidaritätsfonds im menschen:raum ermöglicht Menschen den Zugang zu unseren Angeboten – unabhängig von ihrer aktuellen finanziellen Situation.
Er ist Teil eines gemeinnützigen Sozialunternehmens und folgt klaren Prinzipien, die soziale Verantwortung, Transparenz und eine faire Verteilung der Mittel miteinander verbinden.
1. Organisatorischer Rahmen
Der menschen:raum ist eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) mit klar definiertem gesellschaftlichem Zweck.
Das bedeutet:
- Wir arbeiten auf Grundlage einer Satzung
- unterliegen gesetzlichen Vorgaben und Prüfverfahren
- und sind zu einer verantwortungsvollen und zweckgebundenen Mittelverwendung verpflichtet
Die Verantwortung für die Vergabe der Mittel liegt bei der Geschäftsführung.
2. Grundprinzip
Der Fonds versteht sich als Unterstützung – nicht als vollständige Finanzierung.
Wir gehen davon aus, dass jede Person im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen eigenen Beitrag leisten kann. Deshalb fragen wir immer:
Was kannst du aktuell selbst tragen?
Die Differenz wird – je nach Situation – durch den Fonds ausgeglichen.
3. Zentrales Vergabekriterium
Die Vergabe orientiert sich nicht an bestimmten Lebenssituationen oder Statusgruppen.
Entscheidend ist ausschließlich die Frage:
Kann sich eine Person die Teilnahme an einem Angebot aktuell leisten oder nicht?
Dabei betrachten wir die individuelle finanzielle Situation im jeweiligen Moment.
Unser Verständnis von Vertrauen
Der Solidaritätsfonds arbeitet bewusst ohne Nachweispflichten.
Wir wissen, dass ein solches System grundsätzlich ausgenutzt werden kann. Gleichzeitig erleben wir im Alltag, dass für viele Menschen die größte Hürde nicht fehlende Angebote, sondern Scham ist, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Hinzu kommt, dass es in vielen Lebenssituationen praktisch nicht möglich ist, die geforderten Nachweise kurzfristig zu erbringen.
Das Einholen entsprechender Dokumente ist oft zeitaufwendig und mit zusätzlicher Belastung verbunden – genau in Momenten, in denen Unterstützung eigentlich schnell und unkompliziert gebraucht wird.
Ein solcher Prozess würde den Zugang erneut bürokratisieren – und damit genau die Probleme verstärken, die wir eigentlich lösen möchten.
Deshalb gilt für uns:
Der mögliche Missbrauch durch Einzelne darf nicht dazu führen, dass Menschen, die Unterstützung brauchen, keinen Zugang erhalten.
Wir entscheiden uns bewusst für einen vertrauensbasierten Ansatz, um diese Hürden zu reduzieren.
Gleichzeitig erfolgt jede Entscheidung im persönlichen Austausch und im verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Mitteln.
4. Zugang zum Fonds
Menschen, die Unterstützung benötigen, können sich direkt beim menschen:raum melden und ihre Situation schildern.
- Es sind keine Nachweise erforderlich
- In manchen Fällen führen wir ein persönliches Gespräch
- Die Entscheidung erfolgt zeitnah und unbürokratisch
Der Fonds arbeitet bewusst vertrauensbasiert, um Hürden zu reduzieren.
5. Höhe der Unterstützung
Die Höhe der Förderung wird individuell festgelegt.
- Orientierung an einem Richtwert von ca. 150 € pro Person
- Ziel ist es, möglichst vielen Menschen Zugang zu ermöglichen
- Die konkrete Unterstützung ergibt sich aus dem Eigenanteil und dem jeweiligen Angebot
Beim Rotary-geförderten Anteil gilt eine feste Obergrenze von 150 € pro Kind oder Jugendlichem.
6. Vergabeprozess
Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt durch die Geschäftsführung.
Dabei gelten folgende Prinzipien:
- Orientierung an der individuellen finanziellen Situation
- verantwortungsvoller Umgang mit den Mitteln
- schnelle und nachvollziehbare Entscheidungen
In Fällen, in denen eine Entscheidung nicht eindeutig ist, wird zusätzlich ein Förderkreis einbezogen.
Der Förderkreis besteht aus Menschen, die den menschen:raum durch regelmäßige Spenden unterstützen, jedoch nicht als Anbieter:innen im menschen:raum tätig sind.
Dadurch wird eine zusätzliche, unabhängige Perspektive in die Entscheidung eingebracht.
Die finale Entscheidung liegt weiterhin bei der Geschäftsführung.
7. Konkreter Ablauf der Förderung
Wenn eine Förderung bewilligt wird, erfolgt die Umsetzung wie folgt:
- Klärung des Eigenanteils
Gemeinsam wird festgelegt, welchen Betrag die teilnehmende Person selbst tragen kann. - Abstimmung mit der anbietenden Person
Die Förderung wird mit der jeweiligen Anbieter:in abgestimmt. - Rechnungsstellung
- Die teilnehmende Person zahlt ihren Eigenanteil
- Der menschen:raum übernimmt den Restbetrag
- Alternativ erfolgt eine Gesamtabrechnung über den menschen:raum
- Auszahlung
Die Zahlung erfolgt direkt an die Anbieter:innen.
Es erfolgt keine direkte Auszahlung an Einzelpersonen.
8. Nutzung und Wiederholungsförderung
Der Solidaritätsfonds ist darauf ausgelegt, möglichst vielen Menschen Zugang zu ermöglichen.
- Eine Förderung ist grundsätzlich auch mehrfach möglich
- Gleichzeitig ist der Fonds nicht für eine dauerhafte Finanzierung einzelner Personen gedacht
- Bei wiederholter Nutzung wird die Situation jeweils neu bewertet
- Personen, die bisher keine Unterstützung erhalten haben, werden bevorzugt berücksichtigt
9. Begrenzte Mittel
Die Mittel des Fonds sind begrenzt und werden fortlaufend vergeben.
Dabei gilt:
- Unterstützung wird dann ermöglicht, wenn sie angefragt und geprüft wird
- Es werden keine Mittel zurückgehalten, um auf mögliche spätere Anfragen zu warten
- Entscheidungen werden immer auf Basis der aktuellen Situation getroffen
Ziel ist es, Unterstützung zeitnah und bedarfsgerecht zu ermöglichen.
Gleichzeitig achten wir darauf, die Mittel im Sinne der Gemeinschaft einzusetzen und möglichst vielen Menschen Zugang zu ermöglichen.
10. Transparenz
Alle Vergaben werden dokumentiert.
Zusätzlich veröffentlicht der menschen:raum quartalsweise anonymisierte Einblicke in die Verwendung der Mittel.
11. Weiterentwicklung
Der Solidaritätsfonds wird kontinuierlich weiter aufgebaut, u. a. durch:
- Crowdfunding
- Spenden
- Kooperationen
Ziel ist es, langfristig mehr Menschen Zugang zu Angeboten im menschen:raum zu ermöglichen.
Unser Anspruch:
Unterstützung soll dann möglich sein, wenn sie gebraucht wird –
einfach, verantwortungsvoll und transparent.