Unser Schutzkonzept.

Ziel des Schutzkonzepts

Der menschen:raum ist ein sicherer Ort, der von Respekt, Achtsamkeit und Fairness geprägt ist. Dieses Schutzkonzept soll Machtgefälle ausgleichen, übergriffiges Verhalten verhindern und einen strukturierten Umgang mit Beschwerden gewährleisten. Es gilt ausschließlich für den Kontakt zwischen AnbieterInnen und EndkundInnen.

Unsere Werte

Im menschen:raum gibt es keinen Platz für: • Rassismus • Sexismus • Homo- und Transfeindlichkeit • Antisemitismus • Islamfeindlichkeit • Altersdiskriminierung und andere Formen der Diskriminierung. Die Angebote der AnbieterInnen müssen ethisch und moralisch einwandfrei sein. Politische oder religiöse Veranstaltungen sind nicht gestattet.

Meldewege

EndkundInnen können Beschwerden oder Missstände melden über:
• Persönlichen oder telefonischen Kontakt mit der Raumleitung.
• E-Mail an jenny@menschenraum.com
Unser Google-Formular (anonym möglich)

Alle Meldungen werden vertraulich behandelt und zeitnah bearbeitet.

Beispiele für strukturierte Abläufe

1. Zwischenmenschliche Konflikte
Beispiel: Respektloses Verhalten durch die AnbieterIn.

Meldung: Kann über alle Kanäle erfolgen.

Prüfung: Klärung der Situation und Einschätzung der Eskalationsstufe.

Niedrige Eskalation: Sensibilisierungsgespräch mit der AnbieterIn.

Hohe Eskalation: Schriftliche Verwarnung oder Ausschluss der AnbieterIn aus dem menschen:raum.

Follow-up: Rückmeldung an die meldende Person und Überprüfung der nachhaltigen Lösung.

Dokumentation: Anonymisierte Aufzeichnung der Maßnahmen.

2. Übergriffiges Verhalten
Beispiel: Unangemessene Berührungen oder Machtmissbrauch.

Sofortmaßnahme: Veranstaltung sofort stoppen. Betroffene Person in Sicherheit bringen. Verantwortliche AnbieterIn suspendieren, bis der Vorfall geklärt ist.

Prüfung: Einschalten einer externen Fachstelle zur Unterstützung. Aussagen der beteiligten Personen aufnehmen.

Konsequenzen: Bestätigter Vorfall: Sofortiger Ausschluss der AnbieterIn.

Unklare Situation: Weitere Klärung mit Unterstützung der Fachstelle.

Dokumentation: Vollständige Aufzeichnung zur internen Prävention.

3. Diskriminierung
Beispiel: Rassistische oder diskriminierende Äußerungen durch die AnbieterIn. Sofortmaßnahme: Veranstaltung unterbrechen, falls der Vorfall schwerwiegend ist.

Prüfung: Zeugenaussagen einholen (mündlich oder schriftlich). Externe Antidiskriminierungsstelle hinzuziehen.

Konsequenzen:
Bestätigter Vorfall: Ausschluss der AnbieterIn aus dem menschen:raum.
Geringfügige Fälle: Verwarnung und Sensibilisierungsgespräch.

Dokumentation: Transparenz mit den Betroffenen, anonymisierte Aufzeichnung der Maßnahmen.

Externe Unterstützung

Zur objektiven Klärung und Unterstützung in schwerwiegenden Fällen werden folgende externe Fachstellen einbezogen: Beratungsstellen für Gewalt- und Diskriminierungsopfer Wildwasser Esslingen e. V., Fachberatungsstelle Gewaltprävention Esslingen, Antidiskriminierungsstelle Esslingen ADES, OFEK BadenWürttemberg – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung, Antidiskriminierungsstelle des Landes BadenWürttemberg (LADS), Weissenburg Beratungsstelle für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen, Beratungsstelle für bisexuelle, schwule und queere Jungen* und Männer* im Raum Stuttgart Konflikt- und Mediationsstellen z.B. http://www.ak-mediationtuebingen.de/ oder lokale AnbieterInnen Betroffene werden ermutigt, sich direkt an diese Stellen zu wenden.

Kommunikation und Prävention

Das Schutzkonzept ist auf der Website des menschen:raum, in den Räumen und bei der Anmeldung neuer AnbieterInnen zugänglich. Es wird regelmäßig überprüft und aktualisiert, um auf neue Herausforderungen zu reagieren. EndkundInnen haben jederzeit die Möglichkeit, anonym Feedback zu geben.

Schlusswort

Der menschen:raum ist ein Ort für ein respektvolles, sicheres und wertschätzendes Miteinander. Mit diesem Schutzkonzept schaffen wir eine klare Basis, um auf etwaige Herausforderungen strukturiert und empathisch zu reagieren.